Albaster spielt...

Veröffentlicht auf von Albaster

Ein paar Artikel machen noch lange kein Blog? Wobei ich schon lust zu schreiben habe, aber noch wichtiger ist mir zur Zeit das Spielen selber. Zuletzt habe ich wieder viel davon in The Secret World verbracht. Ich bin immer noch gefesselt von den tollen Geschichten und dem Mut der Entwickler, auch mal andere Wege bestritten zu haben, auch wenn diese sich für Funcom nicht besonders ausgezahlt haben. Dennoch hoffe ich für TSW (und natürlich für mich), das es noch viel Freude für die Spielerschaft bereit halten wird, die eben diese (teilweise schwierigen) Wege gegangen sind.

In TSW bin ich jetzt mit der Hauptstory (Transsilvanien) durch und bereite mich jetzt auf Tokio vor, um im Stadtteil Kaidan die Geheimnisse des Schmutzes und viele andere offene Handlungsstränge (hoffentlich) abschließen zu können. Aber Moment, TSW ist doch dafür bekannt, seine Spieler mit offenen Fragen (und ebenso offenen Mündern) stehend zurück zu lassen. Mit Ausgabe 14 (in TSW werden die Contentpatches Ausgaben/ Issues genannt) sollen weitere Handlungslücken in den älteren Gebieten geschlossen werden. Funcom liefert also genau das, was gewünscht wird, nämlich mehr Story. Zuletzt haben sie aber auch im Bereich der klassischen MMO-Merkmale nachgelegt: PvP, neuer Dungeon mitsamt automatischen Gruppenfinder und Überarbeitung der Raids. Für alle, die sich über die letzten Monate informieren wollen, was alles in TSW geschehen ist, kann ich diesen Beitrag sehr empfehlen. Ich denke sogar darüber nach, ein eigenes Blog für das Spiel zu erstellen. Klar, werden jetzt einige denken, hier kaum schreiben und noch ein Blog aus dem Boden stampfen wollen. Unrecht habt ihr mit dieser Denkweise nicht, aber ich halte mir gerne alle Richtungen offen. Wert ist es allemal, TSW damit zu unterstützen, Ideen sind viele vorhanden. Ich werde drüber nachdenken.

2015 habe ich allerdings wenig Zeit mit und in TSW verbracht und habe mich eher anderen Projekten und Spielen gewidmet: SotA, EvE-Online, Life is Strange, Dragon Age Origins, dem Blog hier und einige andere Dinge. Die Entwicklung von Shroud of the Avatar (SotA) gefällt mir aktuell allerdings weniger. Die Entwickler wollen das Multiplayer-RPG im Prinzip "flüssig" von der Early Access-Phase in die Veröffentlichung fließen lassen:

Mit dem Release 32 am 28. Juli 2016 wird es den letzten Wipe der Spielwelt geben. Sicher könnte man nun der Meinung sein, dass mit dem letzten Wipe das Spiel auch gleichzeitig als released eingestuft wird, doch dem ist nicht so. Es wird zum eigentlichen Release keinen weiteren Wipe mehr geben!

Mir und vielen Anderen wäre es lieber gewesen, ein fertiges Spiel zu bekommen, statt praktisch in eine Beta-Version zu spielen. Allein die Tatsache, das einige Teile der Story später kommen werden, bereitet mir etwas Bauchschmerzen und kann sich schnell negativ auf das Spiel auswirken, welches ein riesiges Potenzial hat. Für Gemeinschaften die sich aktuell im Aufbau befinden, wie die deutsche Spielerstadt Drachenfels, kann das aber auch ein positiver Aspekt sein. Da ich zum ersten Mal auch selber gepledget (unterstützt) habe, werde ich erstmal abwarten müssen, mit dem Explorer habe ich ein Pledge erworben, vor allem um mir die physischen Elemente (Handbuch, Stoffkarte...) zu sichern, die es später nicht mehr geben wird. Ich kann nur hoffen das Richard Garriott glücklich handelt und seinen Versprechungen Taten folgen lassen wird. Die Spielerschaft warten schon sehr lange auf die geistigen Nachfolger von Ultima und Ultima Online und erwartet, das SotA beide grandios verbindet. Auch wenn ich immer versuche, positiv über dieses Projekt zu denken, kann das auch grandios in die Hose gehen...

Mit The Park habe ich ein weiteres Spiel durchgespielt. Das Besondere an The Park ist, das es in der Welt von TSW angesiedelt ist und einiges über den Atlantic Island Park verrät. Ich werde noch weiter explizit über das Spiel schreiben, denn das Ende hält sehr viel Raum für eigene Interpretationen frei und beschäftigt sich mit einem Thema - über TSW hinaus - welches in Spielen generell eher wenig angesprochen wird, aber letztlich uns alle beschäftigen könnte...

Das Jahr 2016 hält wieder einige interessante Spiele bereit, hier möchte ich vor allem Vampyr und Call of Cthulhu erwähnen. Vampyr stammt von den Life is Strange-Machern:

1918. Es sind finstere Tage in der englischen Hauptstadt. Die Armut unter den Londonern weitet sich aus, es grassiert eine rätselhafte Seuche im heruntergekommenen Viertel Whitechapel und darüber hinaus. (...) Das Dialogsystem erinnert stark an das Episoden-Adventure der Franzosen. Auch hier werden wir also Entscheidungen fällen. Die Spielwelt von Vampyr besteht aus einzelnen Bezirken, die über einen Hublevel ähnlich wie in Thief miteinander verbunden sind. Da wir bislang lediglich den Bezirk Whitechapel gesehen haben, können wir die Vielfalt des virtuellen Londons nur begrenzt einschätzen. Whitechapel wirkt schon mal richtig überzeugend. Regen und Musik laden die finstere Szenerie zusätzlich auf.

und CoC wird wie folgt beschrieben:

Angekündigt wurde es bereits Anfang 2014 als neues Spiel von Sherlock-Holmes-Macher Frogwares. Nun ist Entwickler Cyanide für die Umsetzung des Lovecraft-Horrors verantwortlich und verspricht ein storylastiges Abenteuer, in dem der geistige Zustand des Helden von zentraler Bedeutung ist. (...) Welche Aufgabe den Spieler genau erwartet und welche Schauplätze er besucht, hängt von unseren Entscheidungen ab und mit welchen NPCs in der Spielwelt er kommuniziert. Eine gewisse Linearität ist wohl vorhanden, aber Zugang zum Hafengebiet oder zu einer großen Villa können wir je nach Spielweise zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten erhalten.

Call of Chtulhu soll für 10 bis 15 Stunden Beschäftigung bieten, für mich und meine aktuelle Spielausrichtung, neben ein/ zwei großen Titeln (MMOs) eher nur kleinere Spiele konsumieren zu wollen, völlig in Ordnung. Vampyr soll allerdings erst 2017 erscheinen, beide Spiele jedenfalls sind für mich im Kontext zu TSW besonders interessant, da das MMO von Funcom sich eben mit dem entsprechenden Setting beschäftigt. Außerdem steht der Release von Master of Orion an, welches sich aktuell im EA befindet. Hier bin ich gespannt auf das Endprodukt, Entwickler Wargaming scheint MoO aber sehr am Herzen zu legen und ich bleibe guter Hoffnung, das es ein tolles Spiel wird, wenn es fertig ist. Sollte es gar noch einen interessanten Multiplayer besitzen, könnte ich mir vorstellen, es zu erwerben. An den Vorgängern habe ich seinerzeit jedenfalls sehr viel Spaß gehabt und habe sie mir kürzlich dann auch auf GOG wieder nachgekauft.

Auch Adventures sind bei mir immer sehr beliebt, oft überzeugen sie mit tollen Geschichten, spannenden Handlungsorten und interessanten Charakteren. Wenn dann noch die Puzzles, also die Rätsel stimmen, unterhalten sie mich für ein paar Stunden prächtig. Stellvertretend als zukünftige Neuerscheinung möchte ich hier The Mystery of Oak Island nennen, welches sich mit dem namensgebenden Mythos beschäftigt, zahlreiche Artikel (z.B. hier) berichten darüber:

Um kaum eine andere Insel ranken sich so viele Rätsel und Mythen wie um Oak Island in Kanada. Auf dem gerade mal 0,57 Quadratkilometer kleinen Eiland in der Mahone Bay soll ein geheimnisvoller Schatz begraben sein, nach dem schon seit mehr als 200 Jahren gesucht wird. Es gibt tatsächlich einige Indizien dafür, dass irgendetwas tief unter der Insel vergraben liegt – doch bislang hat sich noch jeder Schatzsucher die Zähne daran ausgebissen, und sogar einige Todesopfer hat es schon gegeben. Möglicherweise steht das Geheimnis von Oak Island jetzt kurz davor, gelüftet zu werden.

Generell im Indiebreich gibt es immer wieder spannende Spieleentwicklungen und so füllt sich auch meine Steambibliothek immer weiter mit Games aller Genres. Als Stammhörer des Podcasts "Auf ein Bier" war es dann schon interessant zu lesen, das im dortigen Forum einige User ihre Steamnamen austauschen (wollen). Witzigerweise haben die Macher selbst in ihrem aktuellen Cast #48 berichtet, damit wenig am Hut zu haben. Wie seht ihr das, vernetzt ihr euch z.B. mit euren "Blognachbarn" auch außerhalb der Blogs in Portalen wie Steam, um gemeinsam zu spielen?

Zuletzt möchte ich auch mal wieder in den Spielveteranen reinhören. In der aktuellen Ausgabe haben sie dort Bernhard Ewers zu Gast. Ewers, wohl einer der Designer, der für Battle Isle von Blue Byte zuständig gewesen ist, plaudert über dessen Entwicklungsgeschichte. Battle Isle sollte per Kickstarter neu aufgelegt werden, was allerdings scheiterte. Das ursprüngliche Battle Isle im Namen ist ebenfalls gestrichen worden, die Lizenz liegt noch bei Ubisoft. Der geistige Nachfolger wird jetzt nur noch Threshold Run genannt. Mal sehen was daraus wird? Mit Battle Isle auf dem Amiga jedenfalls habe ich früher mit meinem damaligen Spielekumpel so manche Nacht (und Fluch) um die Ohren gehauen...

Albaster spielt...

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Albaster 03/09/2016 21:59

Erst war ich etwas verwirrt, doch um Sinking City handelt es sich um ein anderes Spiel:
http://www.gamersglobal.de/news/110902/the-sinking-city-lovecraft-spiel-von-frogwares

Vom oben genannten Spiel Call of Cthulhu war Frogware der ursprüngliche Entwickler, jetzt machen sie ihr eigenes Lovecraft-Spiel, wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe...

Ich habe leider wenig Ferien, spiele also immer längere Zeiträume an einem Spiel. Das schöne an TSW ist ja grad der Verzicht von klassischen Timesink, kann man gut nebenbei spielen.

Nomadenseele 03/10/2016 18:27

Ich habe festgestellt, dass ich für ein 10-Stunden-Adventure gut eine Woche in den Ferien brauche. Das geht manchmal gut (Memento Mori), mal weniger (Broken Sword 1). Gerade bei letzterem wusste ich oft nicht mehr, wovon die Rede war.

Ich muss es ausprobieren, ob es günstiger ist, kompakter zu spielen, z.B. 2mal je 5 Stunden oder ob ich die Spiele in die Ferien verschiebe. 5 Stunden am Stück zu spielen traue ich mir nicht mehr zu.

Nomadenseele 03/09/2016 15:17

*Call of Chtulhu soll für 10 bis 15 Stunden Beschäftigung bieten, für mich und meine aktuelle Spielausrichtung, neben ein/ zwei großen Titeln (MMOs) eher nur kleinere Spiele konsumieren zu wollen, völlig in Ordnung.*

Für mich sind 10-15 Stunden schon ein Grund, den Titel in die Ferien zu schieben. Das Spiel wurde übrigens in *The Sinking City* unbenannt: http://www.adventurecorner.de/news/6257/aus-call-of-cthulhu-wird-the-sinking-city

MMOs und andere Multi-Player werde ich grundsätzlich nicht mehr anfangen. Ich habe in WoW mehr als genug Lehrgeld bezahlt und sie passen für mich zeitlich gar nicht mehr.

Albaster 03/10/2016 20:33

Ich habe früher auch gerne einige Stunden am Stück gespielt, heute verteile ich diese Stunden eher auf einige Tage, bei längeren Spielzeiten verliere ich doch schon mal die Konzentration und durch Müdigkeit letztlich den Spielspaß.

Kompakter ist für mich zwar immersiver, aber ich komme auch gut zurecht, Titel über einige Wochen zu spielen, bei Episodenspiele ist diese Spielweise sogar abgestimmt, als Verkaufsstrategie.